Kein Blackout Dank flüssiger Energie

Anfang Jänner ist Europa aufgrund einer starken Frequenzabsenkung im Stromnetz einem flächendeckenden Blackout nur knapp entgangen. Diese prekäre Situation hat erneut eine Diskussion um die Versorgungssicherheit im Land entbrannt.

  

Flüssige Energie gibt Sicherheit

Trotz der brenzligen Lage können Ölheizungsbesitzer aufatmen, denn durch die sogenannte 3-fach Bevorratung sind Sie weiterhin mit Energie versorgt. Neben internationalen und nationalen Reserve-Depots lagert der Brennstoff zudem bei den Energiehändlern, sowie nicht zuletzt beim Verbraucher selbst. Aufgrund dieser Reserven ist die Wärmeversorgung heute und auch morgen gewährleistet.

 

Gleichzeitig minimiert die Mineralölwirtschaft durch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Brennstoffbereich die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts in Zukunft. Stromnetze können deutlich entlastet, die Energieversorgung stabil gehalten und ein teurer Ausfall vorgebeugt werden.

 

Elektrische Energie lässt sich bekanntlich schwer speichern. Das Projekt „Innovation Flüssige Energie“ von IWO Österreich mit AVL List GmbH zur Errichtung Europas innovativster Power-to-Liquid (PtL)-Anlage macht sich genau dieses Phänomen zunutze und bedient sich an dem saisonalen Ökostromüberschuss, der jährlich in Österreich produziert wird. Durch den innovativen PtL-Herstellungsprozess wird die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Blackouts signifikant gesenkt, indem überschüssige Energie aus Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung von synthetischen Brenn- und Kraftstoffe verwendet wird. Der Überschussstrom wird verflüssigt und warte in Form von synthetischem Öl geduldig auf seine Verwendung. Brenn- und Kraftstoffe haben den Vorteil, dass sie sich sehr gut lagern und transportieren lassen. Im Jahr 2030 könnten allein durch die Nutzung des jährlichen Überschusses an Grünstrom 240 Millionen Liter dieses synthetischen Brenn- und Kraftstoffes produziert werden, prognostiziert Projektleiter Roth.

 

 

Gleichgewicht am Raumwärmemarkt durch Energieträgermix und XtL

Der Raumwärmemarkt ist ein komplexes Zusammenspiel aus verschiedenen Energieträgern. Verbote und Verschiebungen zugunsten einiger weniger Energieträger bringen dieses hochsensible Gleichgewicht schnell ins Wanken. Darunter fallen zum Beispiel der EU-weite und nationale Drang die Klimaschutzziele durch die Forcierung der Elektrifizierung zu erreichen, also fossile Energieträger durch strombetriebene Anlagen zu ersetzen und das damit zusammenhängende drohende Aus für Ölheizungen. Diese Bestrebungen werden nicht nur die Stromnetze zusätzlich belastet, sondern es kommt zu einer Verschiebung hin zu wenigen Energieträgern, die das Gleichgewicht nicht mehr stabil halten können und die Nachfrage nicht entsprechend decken können. So würde z.B. ein Verbot der Ölheizungen und ein Umstieg auf Wärmepumpen im Peak einen Mehrbedarf an 12.300 GWh Strom bedeuten, was der Leistung aller 12 Donaukraftwerke in Österreich entspricht. Durch die Entwicklung eines erneuerbaren, flüssigen Brennstoff als alternative zum herkömmlichen Heizöl – sogenanntem XtL – kann der Energiemix am Raumwärmemarkt weiterhin beibehalten werden und die Versorgungssicherheit weiterhin garantiert werden.

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