Pressekonferenz „Innovation Flüssige Energie“

Ein Projekt, das Österreichs Energiemarkt revolutioniert

Das Institut für Wärme und Öltechnik (IWO) projektiert errichtet gemeinsam mit der Grazer AVL List GmbH Europas innovativste Power-to-Liquid-(PtL)-Anlage. Die Anlage verwandelt Wasserstoff in Verbindung mit Kohlendioxid in klimafreundliche, synthetische Brenn- und Kraftstoffe unter Verwendung von erneuerbarem Strom (Wasser, Sonne, Wind). Das Pilotprojekt unter dem Namen „Innovation Flüssige Energie“ soll in zwei Jahren den Betrieb aufnehmen.

Durch die Innovation kann in Zukunft eine massive Reduktion von Treibhausgasemissionen und eine Unabhängigkeit vom Import fossiler Rohstoff erzielt werden. Und das ohne, dass Konsumenten dabei auf herkömmliche Ölheizungen oder etwa auf Autos oder Flugzeuge verzichten müssen. Denn die Infrastruktur, die bereits besteht, kann weiterhin genutzt werden- lediglich der Brennstoff ist neu.

Der offizielle Projektstart wurde mit einer Pressekonferenz eingeleitet zu der IWO Geschäftsführer Martin Reichard am 22.07.2000 im WeXelerate in Wien einlud. Am Podium sprachen DI Jürgen Rechberger (Head of Global Fuell Cell Competence Team AVL List GmbH,), Prof. Helmut List (CEO AVL List GmbH), Dr. Magnus Brunner (BM Klimaschutz) Mag. Jürgen Roth (IWO Vorstandsvorsitzender).

Im Bild (vlnr): Mag. Martin Reichard (IWO Geschäftsführer) mit den Podiumsgästen DI Jürgen Rechberger (AVL List GmbH,), Prof. Helmut List (AVL List GmbH), Dr. Magnus Brunner (BM Klimaschutz) Mag. Jürgen Roth (IWO Vorstandsvorsitzender)

Großes Potential

Bei der Verbrennung des synthetischen Kraftstoffs wird kein CO2 frei, weil der erneuerbare Strom, der bei der Erzeugung verwendet wird, ebenso CO2-frei ist.“, führt Prof List (CEO AVL) aus. Das Potenzial synthetischer Kraftstoffe sei daher erheblich.

Innovation statt Verbote

Staatssekretär Dr. Magnus Brunner (BM Klimaschutz) begrüßt Innovative Projekte wie dieses. „Wir brauchen Innovation statt Verbote und vor allem einen technologieoffenen Zugang, um die Klimaziele erreichen zu können“, so Brunner.

Standortsuche

Wo der beste Standort für die Ptl-Anlage ist, wird nun in einer 3-monatigen Konzeptphase von AVL List GmbH untersucht „Der Standort wird aber zu 100% in Österreich sein. Ein Umstand, durch den Österreich nicht nur seine Klimaziele effektiv umsetzt und seinen Wirtschaftsstandort stärkt, sondern sich auch unabhängiger vom Import fossiler Rohstoffe macht“, betont Jürgen Roth (Vorstandsvorsitzender IWO). Sobald die Entscheidung zum Standort getroffen ist, kann umgehend mit der Bauphase begonnen werden und der Probebetrieb der Anlage bereits nach 18 Monaten aufgenommen werden.

 

Kostenfrage

Die Errichtungskosten der Anlagen befinden sich in einem niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Die Anlage ist aber bereits ausfinanziert. Der Preis des neuen Brenn- und Kraftstoffes soll gut leistbar sein; etwa zwischen 1 und 1,5 Euro pro Liter – je nachdem, wie stark der Kraftstoff nachgefragt wird. (zugrunde liegender Strompreis der Berechnungen von 5 Cent/KwH).

 

Konsumenten entscheiden

Ob und für welchen Sektor – ob den Raumwärmemarkt, den Verkehr oder die Luftfahrt – der neu entwickelte Brenn- und Kraftstoff auf den Markt kommt, wir d schlussendlich von der Nachfrage der Konsumenten abhängen. Vor Allem bei Ölheizungen sieht Roth einen guten Anwendungsbereich. „Der Umbau einer Heizungsanlage geht meisten mit einer Sanierung einher. Das ist nicht für alle Eigentümer leistbar. Synthetische Öle können hier eine gute Überbrückung sein.“, erläutert Roth (IWO Vorstandsvorsitzender).

Veranstaltungsgalerie (Quelle: APA/Tanzer)

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