Innovation Flüssige Energie

Das IWO arbeitet mit AVL List GmbH an einem revolutionären Pilotprojekt „INNOVATION FLÜSSIGE ENERGIE“ zur Errichtung einer Power-to-Liquid-Anlage. Dabei handelt es sich um Europas innovativste Anlage mit dem Ziel Wasserstoff in Verbindung mit Kohlendioxid in klimafreundliche, synthetische Brenn- und Kraftstoffe umzuwandeln.

Pilotprojekt revolutioniert den Energiemarkt

Mit diesem Pilotprojekt leistet IWO einen substanziellen Beitrag zur Bewältigung der Energiewende. Der große Vorteil synthetischer Brenn- und Kraftstoffe liegt darin, dass die energetische Nutzung im Gegensatz zu fossilen Energieträgern CO2-neutral erfolgt. Somit wird in Zukunft eine massive Reduktion von Treibhausgasemissionen erreicht, ohne dabei auf Autos, Flugzeuge oder herkömmlichen Heizungen verzichten zu müssen, denn: Eine Umrüstung bestehender Infrastruktur ist für die Verwendung nicht nötig.

„Die Anlage wird in Europa eine der ersten Versuchsanlagen für die industrielle Erzeugung von synthetischen Brenn- und Kraftstoffen darstellen und einen neuen Benchmark bezüglich der Energieeffizienz definieren“ (DI Jürgen Rechberger, AVL List GmbH)

 

Langfristig bringt Österreich diese Innovation:

  • mehr Unabhängigkeit vom internationalen Rohstoffmarkt
  • eine CO2-neutrale und klimafreundliche Zukunft

Projekt-Meilensteine

Herbst 2019

Sondierungsgespräche mit potenziellen Projektpartner

Frühjahr 2020

Entscheidung für Zusammenarbeit mit AVL List GmbH

Sommer 2020

Konzeptstudie und Standortanalyse

Ziel 2022

Aufnahme des Testbetriebs

Aufbau der 1-MW-PtL-Anlage

PtL (Power to Liquid) und Fischer Tropsch

Der Aufbau der Anlage erfolgt als 1-MW-PtL-Demoanlage. Diese Anlage verfügt über eine elektrische Anschlussleistung von 1 MW erneuerbaren Strom und wird zweistufig ausgeführt.

  • Stufe 1: Wasserstoff wird auf Basis des innovativen SOEC-Prozesses mit über 80 % Wirkungsgrad erzeugt. Parallel dazu wird CO2 aus einem Industrieabgas bzw. aus einer Biogas/Biomasse Anlage abgeschieden.
  • Stufe 2: Wasserstoff und CO2 werden einer Fischer-Tropsch-Syntheseanlage zugeführt, in der synthetischer Kraftstoff in drei unterschiedlichen Fraktionen erzeugt wird.

Produktionskapazität:
In Summe wird die 1-MW-Anlage ungefähr 500.000 L Dieseläquivalent pro Jahr produzieren. Aufgrund des hocheffizienten SOEC-Prozesses und weiterer Optimierungen werden dafür um 20-30 % weniger erneuerbarer Energieinput benötigt.

PtL-Herstellungsverfahren

Vorteil der Anlage: Besonders effiziente Erzeugung

Neuartige Elektrolysetechnologie (SOEC – Solid Oxide Electrolysis)

Seit etwa fünf Jahren arbeitet AVL List GmbH an der Technik, die eine wesentlich effizientere Wasserstofferzeugung erlaubt. Im kleineren Labormaßstab wurden bei AVL bereits über 80 % Wirkungsgrad demonstriert. Das bedeutet, dass von dem erneuerbaren Strom, der der Elektrolyse zugeführt wird, 80 % an Energie als Wasserstoff (Heizwert) zur weiteren Verwendung zur Verfügung stehen. Üblicherweise liegt dieser Wirkungsgrad nur im Bereich von 60-70 %. Durch dieses Verfahren kann auch die Erzeugung von synthetischen Kraftstoffen erheblich verbessert und der benötigte Energieeinsatz um 20-30 % reduziert werden.

Über Projektpartner AVL List GmbH

AVL ist das weltweit größte, unabhängige Unternehmen für die Entwicklung, Simulation und das Testen von Antriebssystemen (Hybrid, Verbrennungsmotoren, Getriebe, Elektromotoren, Batterien, Brennstoffzellen und Software) für Pkw, Nutzfahrzeuge und stationäre Hochleistungs-Anwendungen. AVL beschäftigt weltweit über 11.500 Mitarbeiter. 2019 betrug der Umsatz 1,97 Milliarden Euro.

> Über AVL List GmbH

IWO Newsletter

Sie wollen mehr über die Zukunft mit einem flüssigen Brennstoff und das Projekt „Innovation Flüssige Energie“ erfahren. Abonnieren Sie unseren Newsletter

 

Sei kein Gefangener der Vergangenheit:
Internet Explorer ist für unsere Technologie zu alt!
Bitte verwende einen der folgenden Browser!