Luftreinhaltung International

Göteborg-Protokoll

 

Übereinkommen der EU-Mitgliedstaaten, Kanada, USA und mehreren Länder in Zentralasien zur schrittweisen Verringerung und Vermeidung der Luftverschmutzung durch Festlegung von Grenzwerten für Schwefeldioxid (SO2), Stickstoffoxide (NOX), Ammoniak (NH3) und flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC). Ab 2020 werden entsprechende Reduzierungen festgelegt. Die Unterzeichnerstaaten gewährleisten durch geeignete Maßnahmen die nationalen Emissionshöchstmengen ab 2010 nicht mehr zu überschreiten.

Rechtslage in der EU

 

EU-Luftqualitätsrichtlinie über Luftqualität und saubere Luft für Europa

 

Bis 2020 soll die Luftverschmutzung so weit vermindert werden, dass von ihr keine schädlichen Auswirkungen für Mensch und Umwelt mehr ausgehen.

  • Vorgaben von Immissions-Grenzwerten zum Schutz der menschlichen Gesundheit für Stickstoffdioxid (ab 2010) Stickstoffoxide, Feinstaub PM10 (ab 2005), Schwefeldioxid, Benzol, Kohlenmonoxid und Blei (Anhang XI der RL) und deren Überschreitungen.
  • Reduktionsverpflichtung von PM2,5 um 20 % für die Jahre 2018 bis 2020 (Basis Ø Durchschnitt 2009 bis 2011)

EU Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe

Im Dezember 2016 ist die überarbeitete Richtlinie (RL 2001/81/EG) zur Reduzierung der Emissionen der Luftschadstoffen-NEC Richtlinie in Kraft getreten. Diese sieht strenge nationale Reduktionen für den Zeitraum von 2020 bis 2029 und ab 2030 vor. Damit soll eine Verringerung der gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung im Jahr 2030 um ca. 50 % (im Vergleich zu 2005) bewirkt werden.

 

Die Umsetzung erfolgte in Österreich durch das Emissionsgesetz-Luft.

SO2 NOx NMVOC NH3 PM2,5
2020 -26% -37% -21% -1% -20%
2030 -41% -69% -36% -12% -46%

 

EU-Richtlinie zur Verringerung der Verschmutzung durch mittelgroße Feuerungsanlagen

Diese Richtlinie betrifft Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 1 MW bis 50 MW und enthält Emissions¬grenzwerte für Schwefeldioxid, Stickoxide und Staub. Dabei wird nach den eingesetzten Brennstoffen unterschieden. Sie wurde in den entsprechende Landesgesetzen umgesetzt, auf Bundesebene soll sie in der Feuerungsanlagenverordnung Eingang finden.

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